TROCKENES AUGE

TROCKENES AUGE

Guten Tag und herzlich Willkommen auf der Informationsseite für trockene, gereizte und tränende Augen, der Augenarztpraxis Dr, Merkel in Eckernförde.

Zusammen mit dem Sehtherapeuten, Michael Streich und einem interdiziplinärem Netzwerk, können wir mit verschiedenen Diagnostik und Behandlungsmethoden auch schwere, chronische Formen behandeln, damit ihre Lebens- und Sehqualität wieder steigt.

In einer sogenannten Siccasprechstunde kann gezielt nach den Ursache geschaut werden und ihnen dann eine gezielte, auf sie abgestimmte Therapie angeboten werden. Das trockene, gereizte oder tränende Auge hat viele Ursachen, dem sollte auf den Grund gegeangen werden und nicht nur symptomatisch mit Augentropfen behandelt werden.

Herr Streich ist Orthoptist und Sehtherapeut. Seit mehr als 10 Jahren beschäftigt er sich intensiv mit dem Thema trockene und gereizte Augen. Viele zufriedene Patienten suchen uns regelmäßig auf. In enger Zusammenarbeit und Absprache werden wir eine Lösung, auch für ihre Augen finden.

Kurzfassung Siccasprechstunde:

  • trockenes Auge hat viele Ursache: eine ausführliche Diagnostik, Beratung und eine speziell für sie abgestimmte Therapie ist entscheidend, um ihre Seh- und Lebensqualität zu verbessern.
  • ein Sehtherapeut (Infos zu Herrn Streich) und ein Augenarzt nehmen sich viel Zeit
  • Dauer: einer Sitzung zwischen 30 – 60 Minuten

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Für mehr Infos einfach weiterlesen:

Was ist die Sicca Sprechstunde

Die Sicca Sprechstunde ist eine sehr spezielle Sprechstunde und richtet sich gezielt auf die Probleme von Menschen die unter massiv trockenen Augen leiden, viele Patienten finden weder eine Ursache noch eine adäquate Therapie. Die Probleme sind häufig mehrschichtig verursacht, ein reines Sicca- Syndrom gibt es nahezu kaum noch isoliert, man unterscheidet zwar grob in zwei primäre Formen des trockenen Auges(Anhang Unterformen Sicca) aber eine Verknüpfung mit anderen Grunderkrankungen, Nebenwirkungen von Medikamenten und auch Einflußnahme der Lebensweise und Ernährung des Patienten werden kaum berücksichtigt.

Die Patienten benötigen um an alle wichtigen Informationen zu kommen eine sehr ausführliche,

gezielte Anamnese und oft auch eine interdisziplinäre Mitbeurteilung(Internist, Allergologe,

Endokrinologe, Rheumatologe, Proktologe etc). Auch alle Grunderkrankungen, äußeren Faktoren wie Umwelteinflüsse, Feinstaub, Korrelationen mit Allergien, ebenso orthoptische, anatomische oder Refraktive Beeinflussung etc. müssen in Betracht gezogen werden. Ebenso wird die Diagnostik und Therapie des komplizierten trockenen Auges nach modernsten Standards eher multitherapeutisch angesetzt und ganzheitlich , oftmals auch interdisziplinär betrachtet/behandelt/begutachtet. Jede mögliche Ursache die in Betracht kommt

muss in beachtet werden (Beispiel:Reizmagen/Darm/Kollitis Ulcerosa etc., Atopie, Psoriasis, Rosazea etc,hierdurch Entstehen korrelierende Einflußnahmen auf den okulären Komfort und die Augenoberfläche). Viele moderne bildgebende Verfahren werden mittlerweile zur sicheren Diagnostik angeboten(Meibographie, Zwinkeranalysen, Tearlab und Inflammadry Tests, doch dennoch ist sehr viel Erfahrung notwendig um die Zusammenhänge zwischen allen Grunderkrankungen, Korrelationen, äußeren Einflüssen und Auswirkungen des gesamten Körpers auf die Augen zu erkennen. Die Sicca Sprechstunde ist das fehlende Bindeglied für Patienten die alles probiert, alles durch haben und dennoch keinen Erfolg merklich wahrnehmen können. Die individuelle gezielte Diagnostik und Therapie des Patienten ist einfach nicht nach einem Grunddiagnostik und Grundtherapiesystem (Schubladen) zu behandeln. Es

ist immer multitherapeutisch.

Wie wichtig ist unser Tränenfilm? Was ist ein trockenes Auge?

Unser unerlässlicher Tränenfilm sorgt für eine glatte Oberfläche auf dem Augapfel und

dient als, Schutz und erstes lichtbrechendes optisches Medium am Auge und ist ebenso für

die Versorgung mit Nährstoffen verantwortlich.

Das erklärt auch, warum manche Sicca Patienten schlechter sehen, bedingt durch eine

reduzierte BUT(Aufreißzeit des Tränenfilms) oder Epithelschäden, da das Licht nicht mehr

geradlinig gebrochen wird sondern gestreut durch die Risse im Tränenfilm auf die Hornhaut

fällt.

Die Zusammensetzung unseres Tränenfilms aus einer Basistränenmenge und verschiedenen

Lipid Substanzen führt zu einem Nährstoffreichen Tränenfilmgemisch, welcher das Auge mit

Nährstoffen und Vitaminen versorgt.

Die sogenannte Muzinschicht und die wässrige Schicht bilden zusammen eine einzelne

Schicht und schaffen eine Verbindung zum Hornhaut Epithel und den direkt am Auge

anhaftenden Mikrovilli.

Der Tränenfilm ist eine sehr komplexe Struktur welche sich untereinander dynamisch

beeinflusst (Proteine, Peptide, Zucker, Fette).

Der Tränenfilm gebildet aus der Tränendrüse und den öligen Substanzen der Meibom-

Drüsen bildet eine funktionelle Einheit. Wenn eine Störung vorliegt kann man diese in zwei

Hauptgruppen unterteilen. Ich führe aber trotzdem eine dritte Untergruppe auf nämlich eine

Mischform aus beiden Gruppen.

Sehstörungen durch digitalen Stress

Lazy-Office-Dry-Eye-Syndrom(verlernter Zwinkerlidschluss durch das Starren auf digitale

Medien führt zu einem kontinuierlichen Verlust der Meibomdrüsenaktivität und setzt eine

Reihe von Entzündungskaskaden in Gang)

Unsere Augen sind dafür ausgelegt, dass wir bis zu 15x pro Minute blinzeln. Somit verteilt

sich der gesunde Tränenfilm über die Augenoberfläche und das Auge ist vor Austrocknung

und Entzündungen geschützt. Doch die Arbeit am PC verändert unser gewohntes Verhalten.

Lesen Sie hier mehr darüber:

rtikel aufrufen

1. Funktionsstörung der Tränenhomöostase

Erkrankungen der Glandula lacrimalis (Tranendrüsen)

Es entsteht ein Mangel der Tränenflüssigkeit welcher z.b. durch Fehlen der Tränenfilm

Drüsen, Verletzungen, Entzündungen oder Anomalien der Tränenfilm Drüsen entstehen

kann. Die Ursachen sind darüber hinaus multifaktoriell vielseitig und noch nicht

abschließend erklärt, sie umfassen sowohl Endo(rheumatische Faktoren) – als auch exogene

Faktoren, die die Instabilität und die Produktion des Tränenfilms beeinflussen können.

2. Meibomdrüsendysfunktion (Meibomian Gland dysfunction)

Die Meibomdrüsendysfunktion ist eine Funktionsstörung der Meibom-Drüsen und dessen

Zusammensetzung des Sekrets (Meibum) welches für den Tränenfilm bereitgestellt wird und

die wichtigste Schicht im Tränenfilm bildet, die sogenannte Lipidschicht.

Die Lipidschicht ist nicht nur für Nährstoffe verantwortlich, sondern sie lässt das Auge

angenehm auf der Hornhaut gleiten, schützt es vor Staub und Bakterien und dient der

optischen Funktionsfähigkeit des Auges. Was ebenfalls kaum beachtet wird da man oft nur

von einer Hyposekretorischen Störung redet ist die hypersekretorische Störung (Meibom

Seborrhoe) welche häufig bei Akne rosacea und seborrhoischer Dermatitis zu finden ist.

Diese zu hohe Sekretion kann zu einer Irritation der Haut und somit einer Irritation der

Augenoberfläche führen weil auch dies den Tränenfilm und dessen Zusammensetzung

negativ beeinflusst. Zuviel Öl kann genau so problematisch sein wie zuwenig Öl.

Aus meiner Sicht ist die Meibomdrüsendysfunktion einer der Hauptfaktoren bei Störungen

der Balance des Tränenfilms und zu einer abnorm reduzierten Tränenfilmaufrisszeit (BUT)

nach dem Zwinkern führt. Diese Dysfunktion setzt degenerative und entzündliche Prozesse

in Gang, die dann ebenfalls negative Auswirkungen auf die Tränenproduktion, den

Reinigungsprozess, den Nährstoffprozess, den Verdunstungsprozess, den Gleitprozess und

Schutzfunktionsprozess haben.

3. Die Mischform aus Basistränenmangel, MGD und allergischen

Bindehautentzündungen wird häufig nicht gesehen und unterschätzt

Die am häufigsten unterdiagnostizierte Ursache bei Sicca-Syndrom ist die Mischform mit

einer Allergie zum Beispiel. Die allergischen Prozesse führen unweigerlich auch zu

Entzündungsprozessen welche wie das trockene Auge zu einer Hyperosmolarität und einer

Störung der Lipidschicht führen, ebenso fördern jahrelange allergische Bindehautreizungen

die Meibomdrüsendysfunktion. Es lohnt sich wirklich einmal genauer hinzusehen.

Diagnostik und Therapieoptionen

Dieser Punkt ist sehr wichtig da die gezielte Diagnostik und Therapie jeweils individuell dem

Patienten angepasst und durchgeführt werden muss, was dem einen gut tu kann dem

anderen Schaden, es gibt keine generalisierte Diagnostik und Therapie da das Sicca Syndrom

sich nicht in eine genralisierte Schublade einordnen lässt.

Wie lässt sich ein Trockenes Auge behandeln?

Nur in einigen Fällen ist es möglich, die Ursache zu finden und zu beseitigen. Meist wird die Ursache nicht gefunden. In diesen Fällen bleibt nur die Möglichkeit, die Symptome des trockenen Auges zu behandeln. Aber dennoch haben wir den Ehrgeiz soweit es möglich ist eine Ursache zu benennen und ggf. interdisziplinär mit behandeln zu lassen.

Viele Angebote an Tränenersatzmitteln

Individuell wird die Wirksamkeit und die Verträglichkeit der verschiedenen Tränenersatzmittel sehr

unterschiedlich empfunden. Daher ist es sehr zu empfehlen, mehrere Präparate auszuprobieren. Die Wahl des richtigen Tränenersatzmittel hängt zu einem großen Teil vom Schweregrad des Trockenen Auges ab und von der Grundform/Mischform des trockenen Auges. Bei Patienten mit nur gelegentlichen Beschwerden sind dünnflüssige Tränenersatzmittel sinnvoll. Patienten, die ständig starke Beschwerden haben, sollten dickflüssige Präparate verwenden. Liegt eine Allergie gegen Konservierungsmittel vor oder werden Tränenersatzmittel sehr häufig getropft, sollten

Tränenersatzmittel ohne Konservierungsmittel verwendet werden. Diese Präparate sind meist in

Einmal-Ophtiolen abgepackt und tragen zumeist zusätzlich die Bezeichnung EDO, SE oder DU.

Es gibt sehr viele verschiedene Präparate von Tränenersatzmittel. Man unterscheidet sechs

verschiedene Stoffklassen:

Polyvinylalkohole

Polyvidone

Cellulose-Derivate

Carbomere

Hyaluronsäure

Dexpanthenol

Bei einem leichten Trockenen Auge reichen oft Polyvinylalkohole, Polyvidone oder Cellulose-

Derivate. Mittelschwer betroffene Augen sollten eher mit Carbomeren, Hyaluronsäure, oder

Hydroxyethyl- und Carboxymethyl-Cellulose behandelt werden. Nur wenn diese Augentropfen nicht

mehr wirken, sollten darüber hinausgehende Therapieansätze wie die Anwendung von autologen

Serum-Augentropfen oder Cyclosporin A-haltigen Augentropfen genutzt werden oder aber auch ein

Verschluss der Tränenwege eingeleitet werden.

Cyclosporin A

Cyclosporin A wird in seiner systemischen Anwendung als Immunmodulator bezeichnet. Bei

Patienten mit einem „Trockenen Auge“ wird vermutet, dass Cyclosporin A auch hier die Aufgabe

eines Immunmodulators wahrnimmt. Der genaue Wirkmechanismus ist noch nicht geklärt.

Cyclosporin A-haltige Augentropfen können entweder über eine internationale Apotheke (RestasisTM) bestellt oder durch Ihren Apotheker nach unseren Vorgaben in einer öligen Suspension hergestellt werden.

RestasisTM hat im Jahr 2002 eine Zulassung durch die amerikanischen Behörden (FDA) erhalten. In Deutschland sind diese Tropfen bisher leider noch nicht zugelassen. Hierfür brauchen wir deshalb das Einverständnis des Patienten. Es hat sich gezeigt, dass Augentropfen mit Cyclosporin A zum Teil deutlich bessere Ergebnisse bei der Behandlung des Sicca-Syndroms zeigen als sonstige Therapieverfahren.

Autologe Serumtropfen

Serumaugentropfen aus Eigenblut sind in bestimmten Fällen anderen Tränenersatzmitteln deutlich

überlegen. Nebenwirkungen sind äußerst selten. Allergische Reaktionen sind auszuschließen, da

Serumaugentropfen keine künstlichen Zusätze enthalten.

Wer braucht Serumaugentropfen?

Eine Indikation zur Anwendung autologer Serumaugentropfen ist das die sog. Keratokonjunktivits

sicca.

Für Patienten mit GvHD am Auge, infolge einer Knochenmark- oder Stammzelltransplantation, stellt die Therapie mit Serumaugentropfen aus Eigenblut oftmals die einzige Möglichkeit zur Verbesserung der Lebensqualität dar.

Bei der lokalen Anwendung wurde bei einer Untersuchung über 12 Monate jedoch kein Nachweis

von Cyclosporin A im Blut gefunden. Es sind daher bei sachgemäßem Umgang keine systemischen Nebenwirkungen zu erwarten. Dennoch müssen, wie bei jedem anderen Medikament auch, einige Regeln beachten werden, um das Risiko von Nebenwirkungen zu minimieren. Mögliche

Nebenwirkungen an den Augen sind Brennen, Rötung, Schmerzen, Tränen, Fremdkörpergefühl,

Stechen, Jucken und zwischenzeitliches Verschwommensehen.

Verschluss der Tränenpünktchen

Bei nicht ausreichender Benetzung und ausgeprägten Beschwerden kann das oberer und untere

Tränenpünktchen mit einem kleinen Plastik- oder Silikonstöpsel auf Zeit oder permanent

verschlossen werden. In extremen Fällen können die Tränenpünktchen durch Elektrokauterisation

dauerhaft verschlossen werden.

Trockenes Auge und chronische Lidrandentzündung

Die Ursache ist zumeist eine Entzündung mit einhergehendem Sekretionsstau in den Talgdrüsen der

Lidränder oder oftmals auch eine Beteiligung mit Milben (Demodex follikularis). Durch

Lidrandhygiene kann man versuchen, das Leiden zu lindern, die professionelle Lidrandschulung wird

von mir durchgeführt und der Patient beweist, dass er in der Lage ist seine Lidränder adäquat zu

reinigen. In schwereren Fällen ist durchaus auch an eine vorübergehende lokale Steroid-Therapie

oder eine systemische Therapie mit Tetracyclin/Doxycyclin zu denken nach Anordnung des Arztes.

Trockenes Auge und Rosacea.

Bei der Rosacea handelt es sich um eine chronischen Hauterkrankung insbesondere im

Gesichtsbereich, die u.a. durch eine Veränderung der Talgdrüsenfunktion gekennzeichnet ist. Die

Augenoberfläche ist eine umgewandelte äußere Haut und reagiert deshalb mit. Es können bei der

Rosacea ein Trockenes Auge durch chronische Lidrandentzündung und Bindehautreizung mit und

ohne Hornhautentzündung auftreten.

Tränenersatzmittel und Kortison sind durchaus Standardmedikamente für diese Veränderungen.

Wenn Lidrandentzündungen im Vordergrund stehen und sich die Hornhautentzündungen häufen,

sollte zusammen mit dem behandelnden Hautarzt überlegt werden, ob nicht vorrangig eine spezielle Behandlung der Talgdrüsen mit Doxycyclin-Tabletten erfolgen sollte.

Gibt es eine systemische Therapie?

Eine Art „Wundermittel“ gibt es leider noch nicht. Viele Forschergruppen beschäftigen sich jedoch

intensiv mit dieser Problematik. Wir stellen hier aus einer Vielzahl möglichen Therapieformen, zwei

vielversprechende Ansätze zur systemischen Behandlung des Trockenen Auges vor. Bei diesen

Medikamenten/Ergänzungsstoffen handelt es sich jedoch nicht um eine Therapie für jedermann,

nach wie vor sollte für jeden Patienten eine Einzelfallentscheidung getroffen werden und die

Einnahme erst nach Empfehlung durch den behandelnden Augenarzt erfolgen.

Omega-3 Fettsäuren

Forschungsergebnisse, die zum ersten Mal beim Jahrestreffen der „Association for Research in Vision and Ophthalmology“ (ARVO) im Jahr 2003 präsentiert wurden, lassen vermuten, dass das Risiko eines trockenen Auges durch eine hohe Aufnahme von essentiellen Omega-3 Fettsäuren verringert werden kann. Je höher die Aufnahme von Omega-3-Fettsäuren, desto geringer die

Wahrscheinlichkeit, ein Trockenes Auge zu entwickeln. Omega-3-Fettsäuren sind essentielle

Fettsäuren, die der Körper nicht selbst herstellen kann. Man bezeichnet sie deshalb als essentiell,

weil sie für die Erhaltung der Gesundheit lebensnotwendig sind. Die zwei besten Nahrungsquellen für Omega-3-Fettsäuren sind dunkle, fette Kaltwasserfische und Leinsamen. Es gibt mittlerweile aber auch pharmazeutisch hergestellte Omega-3 Fettsäuren in Tablettenform.

M3-Rezeptor-Antagonisten

Bei Patienten mit einem Sjögren-Syndrom fand sich nach Gabe der so genannten M3-Rezeptor-

Antagonisten (Pilocarpin) ein deutlicher Beschwerderückgang auch am Auge. Leider berichten viele Patienten von teilweise sehr unangenehmen Begleiterscheinungen wie unerträglichem Schwitzen, Kopfschmerzen, Übelkeit und übermäßigem Speichelfluss. Neuere Ergebnisse zeigen, dass eine Halbierung der Tagesdosis diese Begleiterscheinungen deutlich minimiert, die Wirkung aber nahezu identisch ist.

Was muss man beim Tragen von Kontaktlinsen beachten?

Bei weichen Kontaktlinsen dürfen nur künstliche Tränen ohne Konservierungsmittel verwendet

werden, da sich die Konservierungsmittel in der Kontaktlinse anreichern und zu Schäden auf der

Hornhaut führen könnten. Bei harten Kontaktlinsen können Tränenersatzmittel mit und ohne

Konservierungsmittel verwendet werden. Bei mittelschwerem bis schwerem Trockenen Auge sollten keine harte Kontaktlinsen verwendet werden, da diese Kontaktlinsen eine Mindestmenge an Tränenflüssigkeit benötigen, um sich beim Lidschlag auf dem Tränenfilm bewegen zu können.

Besonders harte Kontaktlinsen dürfen nie fest auf der Hornhaut aufsitzen, da sonst die Hornhaut

nicht mehr durch die Tränenflüssigkeit mit Sauerstoff und Glucose ernährt und befeuchtet werden

kann.

Bei der Anwendung von Cyclosporin A-haltigen Augentropfen und autologen Serumaugentropfen ist das Tragen von Kontaktlinsen nur nach vorheriger Rücksprache mit dem behandelnden Augenarzt zu empfehlen.

Was lässt sich darüber hinaus tun, um die Beschwerden zu lindern?

Empfehlung zur Minderung der Beschwerden eines „Trockenen Auges“:

Mehrmals täglich lüften

Luftbefeuchter verwenden

Möglichst wenig und selten Gebläse in Kraftfahrzeugen nutzen

Filter von Autoklimaanlagen häufig wechseln

Ausreichend viel trinken (ca 2 l/ Tag)

Verzicht auf Zigaretten

Vitaminreiche Kost und ausreichend viel Schlaf

Häufiges und bewusstes Blinzeln beim Lesen und bei der Arbeit am Computer

Werden die Kosten von den Krankenkassen erstattet?

.

Bei der Indikation „Sjögren-Syndrom mit deutlichen Funktionsstörungen des Grades 2“ müssen

sowohl ein Sjögren-Syndrom als auch deutlichen Funktionsstörungen des Grades 2 eines Sicca-

Syndroms vorliegen. Nach Brewitt et al. wird das Stadium IIa (leicht) definiert als reduzierter

Tränenmeniskus, mehrere Epithelaufbrüche, LIPCOF (Grad 1, Einzelfalte), Rötung im

Lidspaltenbereich, Tränenfilmaufrißzeit >10-15 sec sowie einem pathologischen Schirmer-Test.

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